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Wenn die Ebbe kommt…

„Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt badet.“

Warren Buffett

Key Takeaways

  • Der Preis von Bitcoin erholte sich um 63% von seinem Tiefststand von 3.125 $ letzten Dezember. JP Morgan, Fidelity, Nasdaq, Goldman Sachs, Swissquote, Vontobel und Twitter bereiten die Getränke und Speisen für die Gäste vor, um einen neuen Bullenmarkt vorzubereiten.
  • Investoren haben in der Vergangenheit jedes Bitcoin-Halving 458 Tage vor dem Halving eingepreist. Uns trennen derzeit nur mehr etwa 400 Tage vom nächsten Halving im Mai 2020.
  • Der neue Bullenmarkt gewinnt noch mehr an Dynamik, sollten negative Zinsen auf persönlichen Bankkonten von Privatanlegern erhoben werden, wie vom Internationalen Währungsfonds empfohlen.

 

Die Stimmung im Kryptoland ist weiter winterlich. Einige Player verlassen kältegeplagt das Terrain. Allerdings wird mit dem Twitter-Gründer und den Chefs von Fidelity und Nasdaq die Runde der prominenten Bitcoin-Fans immer größer. Sogar JP Morgan engagiert sich bei den Kryptos. Am Ende könnte doch Tauwetter vor der Tür stehen?

Zurück zu den Wurzeln

Wozu gibt es Bitcoin eigentlich? Diese Frage wird gerne mit hochtrabenden Visionen beantwortet. Oft fällt das Wort "Revolution", "Blockchain" wird sowieso häufig genannt. Aber manchmal flattert eine Nachricht auf den Tisch, die die Dinge viel klarer macht. Bitcoin? Das gibt es, um eine Form der finanziellen Souveränität zu erhalten. Nicht für einen Staat oder ein Unternehmen, sondern für die kleinste aller Minderheiten: das Individuum.

Welche Nachricht es war, die diese Schlussfolgerung ausgelöst hat? Im Februar hat der Internationale Währungsfonds (IWF) wieder einmal die Frage aufgeworfen, wie man Negativzinsen umsetzen könnte, wenn es zur nächsten Rezession kommt. Man muss wissen: Die konventionelle Geldpolitik kennt auf eine Krise nur eine Antwort. Billig(er)es Geld. Also niedrigere Zinsen. Aber seit der Großen Finanzkrise 2007/2008 ist die untere Grenze, das so genannte „zero lower bound“, erreicht. Sinken die Zinsen unter null, muss jemand draufzahlen. Entweder die Banken. Oder ihre Kunden, die Sparer. Die lassen sich zwar negative Realzinsen – also positive Nominalzinsen, die niedriger als die Teuerungsrate sind – gefallen. Das fällt nicht so auf. Aber wenn es darum geht, dass tatsächlich Geld abgezogen wird von ihrem Konto, werden sie unruhig. Bei Privatpersonen ist das zwar noch nicht geschehen, sehr wohl aber bei Unternehmen in Europa. Ihre Reaktion: Sie haben Bargeld in Tresoren eingelagert.(1)(2)

Bei der nächsten Krise, wenn die Negativzinsen noch extremer werden und auch Privatkunden treffen müssen, werden diese ähnlich reagieren, so die Experten des Internationalen Währungsfonds. Ihre "Lösung": Sie wollen die Nutzung von Bargeld massiv einschränken, um die Flucht vor der Enteignung durch die Zinspolitik zu erschweren. Ironischerweise wollen sie sogar eine "elektronische Währung" einführen. Mit deren Hilfe könne man Negativzinsen gut umsetzen, so die Ökonomen. Gleichzeitig schwebt ihnen eine Zweiklassengesellschaft vor. Wer im Supermarkt noch bar bezahlen will, soll das tun – aber mit Strafaufschlag. Damit wir uns alle in die Fänge des staatlichen, elektronischen Geldsystems begeben, das ihnen vorschwebt.(3)

Nun wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Weder sind diese Ideen ökonomisch ausgegoren noch politisch rasch umsetzbar. Aber der Vorschlag sollte uns als Warnung dienen. Spätestens jetzt sollte auch klar sein, warum Bitcoin hier ist, um zu bleiben. Warum es gebraucht wird. Es ist das Gegengift zu solchen verrückten Ideen. Bitcoin ermöglicht den Ausstieg aus einem System, das immer feindlicher gegenüber den Nutzern wird.

Freilich: Bitcoin ist noch jung. Die extreme Volatilität schreckt ab. Die technischen Schwierigkeiten, die Hacks, Scams und Kriminalfälle ebenso. All das sind Wachstumsschmerzen, die zu erwarten sind, beim Aufbau eines völlig neuen, alternativen Geldsystems. Diese Entwicklungen dokumentieren wir im Crypto Research Report seit nunmehr bald zwei Jahren. Wir wollen hinter die auf den Preis fixierte Berichterstattung der Mainstreammedien blicken und uns auf die Evolution des Sektors konzentrieren. Aber wir sind nicht blind. Wir wissen, dass der seit Jänner 2018 fallende Preis die Attraktivität von Bitcoin eindämmt.

In der Zwischenzeit werden die Auswirkungen des Kryptowinters immer offensichtlicher. Die Industrie blutet. Immer mehr Firmen müssen Personal abbauen. Da reden wir noch gar nicht von den großen und kleinen Investoren, die viel Geld verloren haben – zumindest auf dem Papier. Der Vergleich mit der Dotcom-Bubble ist sicherlich passend. Zu viele Menschen haben zu viel Geld in ambitionierte Projekte gesteckt, die oft kein einziges ihrer Versprechen umgesetzt haben.

Aber die Technologie ist nicht verschwunden. Auch nicht ihr Potenzial, das ja tatsächlich als revolutionär zu bezeichnen ist. Oberflächlich betrachtet scheint zwar die ganze Branche danieder zu liegen. Aber wir sind nicht hier, um die Dinge oberflächlich zu betrachten. Wo es Schatten gibt, da ist auch Licht. Und wir können einige große Strahlen sehen. Aber zuerst müssen wir über den Schatten reden.

Die Suche nach dem Boden

Jetzt ist es soweit: Bitcoin befindet sich offiziell im längsten Bärenmarkt seiner Geschichte. Zumindest gemäß Coindesk.(4) Die Definition von Bullen- und Bärenmärkten ist jedoch nicht so trivial wie man vermuten mag. Seit Dezember 2017, als der Preis für ein Bitcoin kurzzeitig auf 19.764 $ stieg, fiel der Preis um 360 Tage, bevor er im Dezember 2018 seinen letzten Tiefpunkt bei 3.125 $ erreichte. Kurz darauf überschritt Bitcoin sogar die Marke von 4.000 $ und erzielte ein Plus von über 29,92%. Allerdings sank der Preis kurz darauf. Die Definition eines Bärenmarktes durch einen prozentualen Verlust oder Gewinn an Kryptowährungen ist aufgrund der starken Volatilität der Anlageklasse schwierig. Normalerweise spricht man bei Aktienmärkten von Bären- oder Bullenmärkten wenn Verluste oder Gewinne von jeweils mindestens 20% auftreten. Im Crypto Research Report definieren wir eine Baisse als einen Drawdown von über 30% und einen Bullenmarkt als eine Steigerung von 30%. Gemäß dieser Einstufung befindet sich Bitcoin aktuell wieder in einem neuen Bullenmarkt.

Im aktuellen Kryptowinter haben wir bisher einen maximalen Drawdown von 84 Prozent gesehen. In den Jahren 2013 bis 2015 gingen die Preise um 86 Prozent zurück. Und 2011 fielen sie sogar um 93 Prozent. Zuletzt könnte man zumindest vorübergehend Tauwetter im Kryptoland attestiert. Freilich: Niemand weiß, ob der Boden im laufenden Abverkauf schon erreicht ist. Erst im Nachhinein werden wir schlauer sein. Einen Hinweis liefert jedoch die „Geldpolitik“ des Bitcoin Algorithmus.

Alle 210.000 Blocks wird die Belohnung halbiert, die die Miner pro Block erhalten. Das entspricht grob einem Vierjahreszyklus. Beobachter haben den Terminplan genau im Auge, denn das so genannte "Halving" gilt als wichtiger Indikator für die Preisbewegung. Zwar gibt es bisher nur wenig Erfahrung, da es erst zwei solche "Halvings" gegeben hat. Aber die zeigen, dass der Preis in den Monaten vor dem eigentlichen Event bisher immer angezogen hat. Konkret fand der Bitcoinpreis seinen Boden im ersten Bärenmarkt genau 378 Tage vor dem ersten Halving. Und im zweiten Bärenmarkt 539 Tage vor dem zweiten Halving.

Im Durchschnitt trat der Boden also 458 Tage vor dem nächsten Halving auf. Das nächste Halving findet wohl gegen Ende Mai 2020, etwa in 400 Tagen statt. Gemäß dem bisher beobachteten Muster sollte der Boden also zwischen Dezember 2018 und Juni 2019 markiert sein. Soweit so gut, also. Aber wie immer sind wir erst im Nachhinein schlauer.

Eine tragische Story geht um die Welt

Die wohl schlimmsten Geschichten rund um Bitcoin waren jene, die in den vergangenen Wochen auch am meisten Aufmerksamkeit erregt haben. Seit dem Megaboom Ende 2017 war keine Bitcoin Story derart in den Mainstream Medien präsent wie jene vom mysteriösen Tod von Gerry Cotten. Der Gründer und CEO der kanadischen Kryptobörse Quadriga CX war Anfang Dezember auf einer Reise nach Indien überraschend verstorben. Quadriga hatte schon zuvor Geldprobleme, nachdem fast 26 Millionen USD von ihrer Bank eingefroren wurden. Aber was nach Cottens Tod folgte, war noch viel schlimmer. Seine Witwe gab gegenüber den kanadischen Behörden an, dass Cotten die gesamten Finanzen der Börse mithilfe seines verschlüsselten Laptops abgewickelt hatte. Und dass es ihr, trotz der Einschaltung von Experten, bisher nicht gelungen sei, den Laptop zu knacken.(5)

Die Folge: Fast 140 Millionen USD an Kundengeldern sind zwar nicht verschwunden, aber auch nicht mehr verfügbar. Dass Großkunden jetzt den Rechtsweg beschreiten wollen, ist verständlich. Ebenso, dass es innerhalb der Community zu wilden Spekulationen kommt. Nach so vielen Betrugsfällen und Abzocken, wie sie die Kryptowelt in den vergangenen Monaten gesehen hat, ist das Misstrauen enorm. Ist Gerald Cotten gar noch am Leben? Tut seine Frau bloß so, als hätte sie keinen Zugriff auf die Gelder? Es geht um mehr als 20.000 Bitcoin und eine Reihe von Altcoins. Die Reddit Community beobachtet bekannte Quadriga-Wallets mit Adleraugen.(6)(7)

Auf einer Metaebene unterstreicht der Fall zwei Dinge: Kryptobörsen sind ein verdammt schlechter Ort, um seine Coins zu lagern. Wer selbst die Verantwortung für seine Gelder nicht übernehmen will, sollte bei signifikanten Beträgen jedenfalls auf professionelle Anbieter von Verwahrungs-Lösungen zurückgreifen.(8) Wenn man sich mit der Verwahrung nicht auseinandersetzen will, sollte man sich überhaupt von Kryptoassets fernhalten. Was wir auch wissen: Quadriga war nicht der erste und wohl auch nicht der letzte Fall, in dem eine Börse wenig professionell mit den Geldern ihrer Kunden umgegangen ist. Viele Börsen haben ein rasches und gewaltiges Wachstum hinter sich. Ihre Systeme sind nicht immer mitgewachsen. Skalierungsprobleme betreffen nicht nur die Blockchains sondern auch die Infrastruktur des Marktes.

Wenn die Ebbe kommt…

“Wenn die Ebbe kommt, sieht man wer nackt badet.”
Warren Buffett

Dass Scams und halbseidene Projekte in einem Bärenmarkt aufgedeckt werden und verschwinden, war zu erwarten. Nichts anderes ist im "normalen" Markt nach der Großen Finanzkrise oder nach dem Platzen der Dot.com Bubble passiert. Jetzt trifft auch eine zweite Welle den Kryotosektor. Eine Welle, die ebenso erwartbar war: Er schrumpft. Es werden Jobs abgebaut. Von Firmen, die in abgespeckter Form überwintern wollen, damit sie am Ende des Kryptowinters noch existieren.

Der prominenteste Fall ist wohl ConsenSys. Diese "dezentrale Firma" dient als eine Art Dachfonds für rund 50 Ethereum-Projekte, die Ethereum-Mitbegründer Joe Lubin selbst ausgesucht hat. 13 Prozent der etwa 1.200 Mitarbeiter sollen gehen, verkündete Lubin schon im Dezember 2018. Das ganze Projekt solle als "ConsenSys 2.0" neu gestartet werden. Das passt auch zu den Plänen, Ethereum selbst als "Ethereum 2.0" auf neue Beine zu stellen. Lubin selbst gilt als einer der reichsten Männer in der Szene, weil er über eine große Menge an ETH verfügen dürfte. Aber das reicht nicht, um ConsenSys in der Form von 2017 und 2018 am Laufen zu halten. Laut "Forbes" verbraucht die "dezentralisierte Firma" rund 100 Millionen Dollar pro Jahr. Und Entwickler berichten, dass sie nie ein Businessmodell vorlegen mussten, um an Kapital zu gelangen. Alles, was es dazu brauchte, war ein freundlicher Wink von "Onkel Joe".(9)

Auch die chinesischen Krypto Giganten Bitmain und Huobi kommen nicht ungeschoren davon. Bitmain ist der weltgrößte Hersteller von Mining-Hardware. Wie stark man vom Bärenmarkt getroffen wurde, will man freilich nicht verraten. Die Firma wird "einige Anpassungen bei der Belegschaft" vornehmen, hieß es in einer Aussendung. Gefolgt von einer Phrase, die in schlechten Zeiten Hochkonjunktur hat. Man wolle sich wieder "auf das Kerngeschäft" konzentrieren, heißt es. Gerüchte, wonach mehr als die Hälfte der Mitarbeiter gehen müssen, ließ Bitmain dementieren.(10)

Auch Huobi, eine der größten Börsen weltweit, ließ wissen, dass man die Belegschaft "optimieren" werde. Die Mitarbeiter mit der schlechtesten Performance müssten gehen, hieß es. Bitmain hatte zu seinen besten Zeiten fast 2.600 Mitarbeiter, Huobi mehr als 1000. Bitmain hat auch ein Forschungszentrum in Israel schließen lassen und dort 20 Mitarbeiter gefeuert. Weitere prominente Opfer des Bärenmarktes waren die dezentrale Social Media Plattform SteemIt und die NEM-Foundation, die hinter der Kryptowährung XEM steht. SteemIt musste Mitarbeiter abbauen. Die NEM-Foundation schlitterte gleich in einen echten Bankrott – nur um wenig später die Community um umgerechnet acht Millionen Dollar zu bitten, um bis Februar 2020 weitermachen zu können. Beziehungsweise, um einen "Neustart" hinlegen zu können. Das ist überhaupt ein sehr beliebtes Wort in der Szene in dieser Phase: Neustart. Bald heißt alles "2.0".

„Einsparungen sind einem natürlichen Zyklus von neuen, rasch wachsenden Industrien geschuldet und Blockchain ist da leider keine Ausnahme.“
Jehan Chu

Jehan Chu, Mitbegründer von Kenetic Capital in Hong Kong in einem Interview mit der South China Morning Post, und er setzt fort: "Wir haben das auch beim Internet in den frühen 2000er-Jahren gesehen. Aber diese Periode hat auch einige Firmen hervorgebracht, die heute die größten in diesem Sektor sind. Ich freue mich auf eine bessere, konzentriertere Version 2.0 der Blockchain Industrie."(11)

Freilich: Das ist Zukunftsmusik. In der Gegenwart müssen wir auch in Europa den Gürtel enger schnallen. Im berühmten Kryptovalley im Schweizer Zug wurden schon viele Kündigungen ausgesprochen. Während des Booms hatten zu viele Start-Ups großzügig Menschen eingestellt, die sie jetzt nicht mehr bezahlen können oder wollen. Shapeshift, das in der Schweiz ansässig ist, trennte sich etwa von 37 Mitarbeitern. Das ist ein Drittel der Belegschaft.(12)

Manche Kryptoprojekte wie etwa die Smart-Contract Auditoren von Hosho mussten bis zu 80 Prozent ihrer Mitarbeiter abbauen, um durch den Kryptowinter zu kommen (13) Aber es gibt durchaus auch Erfolgsgeschichten: Blockdaemon etwa, die Nodes für Blockchains hosten, vermelden ein gutes Jahr: "Das ist die produktivste Phase, in der wir je waren", sagte CEO Konstantin Richter. Viele Start Ups müssten jetzt aufs Gas steigen, um etwas zu liefern, das sie versprochen haben – und sie wenden sich dabei an Dienstleister wie Blockdaemon: "Die Projekte müssen jetzt zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Die Zeit, in der man Geld aufgestellt und groß geredet hat, ist vorbei." Und die externen Investoren freuen sich sogar über den Kryptowinter. Denn bei vielen Projekte, die zuvor extrem überbewertet waren, kann man jetzt zu vernünftigeren Preisen einsteigen.(14)

Eine staatliche Kryptowährung?

Bitcoin wurde ursprünglich erfunden, um den Menschen eine Alternative zu staatlichen Währungen zu bieten. Da verwundert es uns manchmal schon sehr, wenn die Kryptofans jede Meldung einer angeblichen "staatlichen Kryptowährung" aufsaugen, als wäre es Honig. Erst recht, da die fraglichen Staaten oft ein wenig fragwürdig sind. Da sind wir noch gar nicht bei der "elektronischen Währung", die den IWF Experten vorschwebt, sondern bei Venezuela und dem Iran. Dessen angeblich geplanter "Krypto-Rial" geistert derzeit durch die Medien. Bei Venezuela war es der "Petro". Die Motivation ist bei beiden Staaten dieselbe: Man will die Sanktionen der USA umgehen. Das ist, neutral betrachtet, zwar verständlich. Aber der "Petro" von Venezuela darf als grandios gescheitert betrachtet werden, wenn man sich das Land so ansieht. Wie dem auch sei, der Iran ist angeblich in Gesprächen mit acht Staaten aus Afrika und Europa (darunter die Schweiz, Österreich und Russland).(15)

Inhalt der Gespräche ist die Frage, ob man internationale Transaktionen nicht mit Kryptowährungen abwickeln könnte. Gleichzeitig gibt es Berichte zu einem "Krypto Rial", der möglicherweise an Gold gebunden sein soll. Der Iran ist seit Monaten vom internationalen Geld- und Bankensystem abgeschnitten. Europa hat wiederum ein handfestes Interesse daran, die neuen US-Sanktionen zu umgehen und die Handelsbeziehungen zu erhalten. Es wurde sogar eine eigene Agentur gegründet, die INSTEX. Sie soll den Handel zwischen den europäischen Staaten und dem Iran ermöglichen. Gleichzeitig signalisiert Teheran alles zu erwägen, was dem "großen Satan" USA schaden könnte.(16),(17)

Vor diesem Hintergrund fragen wir uns: Wozu braucht es einen Krypto-Rial? Geht es hier nur um Propaganda? Um Fehlinformationen? Welches europäische Land, welche russische Firma soll so einen neuen Coin akzeptieren? Wenn es Teheran wirklich ernst wäre mit dem Einsatz von Kryptowährungen, würden die Iraner dann nicht gleich zu Bitcoin greifen? Erst recht, da der First Mover in einem solchen Szenario enorme Vorteile hätte? Solange keine derartigen Pläne bekannt sind, nehmen wir die Berichte aus dem Iran nicht allzu ernst. Ein "Krypto Rial" hätte wohl denselben Erfolg wie der "Petro" aus Venezuela. Gar keinen.

Anders ist das freilich bei den schwedischen Plänen für eine E Krona. Die sind durchaus ernst zu nehmen. Erst recht, da Schweden ein Testlabor für die "bargeldlose Gesellschaft" ist. Aber auch hier dürfte wir noch Jahre von einer Umsetzung entfernt sein. Und wenn die E Krona am Ende kommen sollte, wird es sich um eine Art Bargeldersatz auf Blockchain Basis handeln, nicht um eine Kryptowährung mit eigener Geldpolitik, die vom Code bestimmt wird.(18)

In Europa ist derweil der EZB Mann Ardo Hansson aufgefallen – als harscher Kritiker von Kryptowährungen: "I think we will come back a few years from now and say how could we ever have gotten into this situation where we believed this kind of a fairy-tale story", sagte Estlands Zentralbankchef im Jänner. Kryptowährungen seien ein "kompletter Unsinn" und würden vermutlich wieder verschwinden, so Hansson. (19)

Nun muss man wissen, dass es in der Eurozone 19 nationale Notenbankchefs und einen EZB Präsidenten gibt. Diese 20 Leute sind nicht immer einer Meinung und sprechen nicht automatisch für das Eurosystem, wenn sie eine Meinung äußern. Dass ein Notenbankchef, egal welchen Landes, nichts Gutes über Bitcoin zu sagen hat, ist zudem nicht überraschend. Erinnern wir uns an die IWF-Story, die wir zu Beginn des Crypto Research Report erwähnt haben. Bitcoin ist der Feind nicht nur des staatlichen Fiat Geldes, sondern behindert auch die Umsetzung extremer geldpolitischer Maßnahmen.

Aber es ist dennoch schade, dass ein EZB-Mann sich so abfällig äußert. Denn die Ökonomen der EZB waren die ersten einer großen Zentralbank, die sich schon 2012 durchaus ausführlich und seriös mit den Vor- und Nachteilen von Bitcoin beschäftigt haben. Es wäre schade, wenn so eine differenzierte Sichtweise aus seriöser Quelle ins Vergessen gerät, weil die hohen Tiere lieber markige Sprüche klopfen. Darum empfehlen wir jedem die Lektüre der zwei ECB-Reports zum Thema Bitcoin. Die stammen aus einer Zeit, als die Notenbanken die Kryptowährung noch nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung gesehen haben.(20),(21)

Die Zahl der Unterstützer steigt

Ökonomen und Zentralbankchefs, die Bitcoin ablehnen, sind wahrlich kein neues Phänomen. Was aber aktuell trotz des anhaltenden Bärenmarktes auffällt: Die Zahl der prominenten Namen, die Bitcoin offen unterstützen, wächst stark. Da hätten wir etwa Twitters CEO Jack Dorsey, der  in einem Podcast sagt:

"Ich glaube, dass das Internet eine eigene Währung haben wird. Ich weiß nicht, ob das Bitcoin wird. Aber ich glaube schon, angesichts der vielen Tests, die Bitcoin schon durchgemacht hat. Und angesichts der Prinzipien, die dahinter stehen. Bitcoin wurde im Internet geboren, dort entwickelt, dort getestet und gehört zum Internet.”(22)

Dorsey ging sogar soweit, zu sagen, dass die Welt am Ende nur eine einzige Währung kennen würde – und dass Bitcoin diese Währung sein werde. Der von ihm vorgegebene Zeitrahmen für diese einzigartige Revolution ist sehr ambitioniert: Zehn Jahre, vielleicht früher. Freilich: Dorsey steckt auch hinter Square und deren Cash App, wo Bitcoin gehandelt werden kann. Wie alle anderen Befürworter (und Gegner) hat er also ein gewisses Eigeninteresse. Dorsey hat kürzlich auch bestätigt, dass er auch das Lightning Network so rasch wie möglich in seine Cash-App integrieren möchte.(23)

Nicht nur der Twitter-Gründer, auch ein anderer Social Media Gigant spielt mit dem Gedanken, Kryptowährungen in seine Apps zu integrieren. Die Rede ist tatsächlich von Mark Zuckerberg. Dieser hat bereits Anfang 2018 davon gesprochen, dass er sich mit Kryptowährungen näher beschäftigen will. Damals war es ein Neujahrsvorsatz.

Was jetzt dabei herausgekommen ist? Knapp ein Jahr später tauchen Berichte auf, dass Facebook eine eigene Kryptowährung entwickelt, um Geldtransfers via Whatsapp zu ermöglichen. Hier geht es nicht um Bitcoin, sondern um einen Stablecoin, der an den US Dollar gekoppelt sein soll. Zuckerberg liegt in jedem Fall voll im Trend. Die Konkurrenz von Kik und Telegram bastelt auch an einer eigenen Währung. Und in China hat WeChat längst den Markt für mobiles Bezahlen in der Hand.(24) Und darum geht es wohl auch für Facebook. Wir werden die Pläne im Auge behalten.

Neuigkeiten in Bezug auf Massenadaption gibt es auch von Samsung. Das Unternehmen stattet ihr aktuelles Top-Smartphone, das Galaxy S10, mit einer Krypto Wallet aus.(25) Das ist ein großer Schritt in Richtung Nutzerfreundlichkeit von Kryptowährungen. Außerdem üben die Südkoreaner massiven Druck auf Apple aus. In Südkorea selbst sind trotze des Kryptowinters Kryptowährungen weiter extrem angesagt.

Auch bei den großen Finanzinstitutionen gehen die Vorbereitungen weiter. Die Assetklasse Krypto nimmt Formen an. Vontobel aus der Schweiz hat gerade eine Custodianship-Lösung für Banken und Assetmanager vorgestellt. Die Bank sagt, dass sie weltweit die erste sei, die alle Standards der Finanzinstitute und der Regulatoren erfüllt. Das Produkt nennt sich Digital Asset Vault und ermöglicht anderen Banken und Assetmanagern, ihren Kunden den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen anzubieten. Vontobel hat sich früh als Bitcoinfreundliche Bank positioniert und bietet schon länger ein Bitcoin-Zertifikat an, dass es traditionellen Investoren ermöglicht, auf den Bitcoin Preis zu setzen.(26)

Schon im März will Fidelity Investments nachlegen und mit einer eigenen Lösung für die Lagerung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen in den Markt eintreten. Fidelitys CEO Abigail Johnson ist eine Unterstützerin von Bitcoin und hat sich schon mehrmals dafür ausgesprochen, digitale Assets einer breiteren Masse an Investoren zugänglich zu machen. Da ist es praktisch, dass sie im Chefsessel eines Giganten der Finanzindustrie sitzt. Aktuell testet Fidelity die Technologie mit einer kleinen Gruppe an Investoren. Anfangen will man mit Bitcoin, dann soll Ether folgen. Fidelity ist einer der größten Anbieter von Fonds in den USA und arbeitet bereits mit 13.000 Finanzinstitutionen zusammen. Wenn diese Firma seinen Kunden einmal Zugang zu Bitcoin verschafft, kann man das getrost als game changer bezeichnen.(27)

Auch die Nasdaq-Chefin Adena Friedman hat sich Anfang 2019 als Fan von Bitcoin geoutet. "Kryptowährungen können immer noch die globale Währung der Zukunft werden", schrieb Friedman in einem Blogpost im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos. Kryptowährungen "verdienen die Chance, einen nachhaltigen Zukunftsplatz in unserer Wirtschaft einzunehmen", heißt es da. Die Erfindung von Bitcoin sei ein "großartiger Beleg der menschlichen Findungskraft und Kreativität".

Das Auf und Ab der Preise sei dem klassischen Lebenszyklus einer neuen Erfindung geschuldet und nicht weiter beunruhigend, so die Nasdaq-Chefin. Die bekannte Technologiebörse hat freilich viel aufzuholen.(28)

Mehr als ein Jahr nach der Einführung von Bitcoin-Futures hat Nasdaq noch immer kein solches Produkt im Angebot. Dass man ein solches bald einführen wolle, konnten wir schon in unserem letzten Crypto Research Report vermelden. Getan hat sich seither wenig. Es scheint fast, als würden sich Player wie Nasdaq und das Projekt Bakkt (hinter dem ICE, der Betreiber der New York Stock Exchange steht) länger Zeit lassen, weil sie sich mitten im Kryptowinter nicht die Blöße eines Flops geben wollen. Erst wenn die Preise sich wieder nachhaltig erholen, ist ihnen die volle Aufmerksamkeit für ihre neuen Produkte sicher. Immerhin: Die Kommentare der Nasdaq-Chefin zeigen, dass der Weg bereits eingeschlagen ist.

Apropos Bakkt: Per 31. Dezember 2018 hatte die neue Plattform für digitale Assets 180 Millionen USD an Investorengeldern eingesammelt. Unter den Geldgebern waren die Boston Consulting Group und Microsofts Venture Capital Arm M12. Ebenfalls eingestiegen ist eine Firma namens Horizons Ventures. Hinter dieser steht ein gewisser Li Ka-shing. Der Milliardär gilt als Nummer 23 auf der globalen Liste der Superreichen. Ka-shing ist aber kein Unbekannter in der Bitcoin-Szene. Er ist mit Horizon Ventures schon 2013 bei BitPay eingestiegen und 2016 bei Blockstream.(29)

Am weitesten hat sich zuletzt Jeremy Allaire, der CEO und Mitbegründer der Krypto-Firma Circle aus dem Fenster gelehnt. In einer AMA-Session auf Reddit sagte er: "In meinen Augen ist Krypto eine viel wichtigere und distruptive Innovation als das Web und der Einfluss von Krypto auf Gesellschaft, Politik und Ökonomie wird viel, viel größer sein mit der Zeit."(30) Circle war vergangenes Jahr aufgefallen, als das Start-Up die etablierte Kryptobörse Poloniex kaufte. Die Firma steckt auch hinter der Stablecoin USDC, die gemeinsam mit dem Bitcoin Giganten Coinbase betrieben wird. Was Circle aber zusätzlich besonders macht: Niemand geringerer als Goldman Sachs ist stark bei Circle investiert. Es wird gemunkelt, dass Circle das Krypto-Experiment von Goldman Sachs sei.

Selbstverständlich dürfen wir auch auf die folgende Meldung nicht vergessen. Ausgerechnet JP Morgan hat als erste große Bank eine eigene Kryptowährung entwickelt. Obwohl Jamie Dimon, der Chef von JP Morgan, als besonders lautstarker Bitcoin-Gegner bekannt ist. Zugegeben, bei JPM Coin geht es wohl nicht um eine Alternative zur Kryptowährung Nummer eins, sondern um ein günstiges Vehikel für Geldtransfers zwischen Banken und Unternehmen. JPM Coin ist also eher eine Konkurrenz für Ripple als für Bitcoin.

Die JPM Coin ist ein an den US Dollar gebundenes Zahlungsmittel, ein Stablecoin also. Die Idee scheint zu sein, großen Firmenkunden die Bewegung von US-Dollars rund um den Globus zu erleichtern, zu beschleunigen und zu verbilligen. "Fast jeder große Konzern ist unser Kunde und genauso fast jede große Bank," so Umar Farooq, der bei JP Morgan Blockchain-Projekte verantwortet. "Selbst wenn wir uns auf JP-Kunden auf einem institutionellen Level beschränken müssen, wird uns das nicht behindern."(31)

Frühlingserwachen?

So gibt also auch gute Nachrichten aus dem Sektor, trotz Krypto Winter, Entlassungen und Todesfällen. Wir vermuten, dass das jüngste Tief von 3.125 $ die Talsohle der letzten Baisse ist und dass wir tatsächlich mit der nächsten Hausse beginnen. Wir werden aber im Nachhinein nur sagen können, ob diese Vorahnung richtig war. Der bekannte Bitcoin-Bulle Mike Novogratz sagte kürzlich,

"Es gibt 118 Elemente im Periodensystem aber nur ein Gold […] Bitcoin wird das digitale Gold, ein souveränes Geld. Es ist nicht amerikanisches Geld und nicht chinesisches. Es ist unabhängig. Und Souveränität sollte teuer sein."(32)

Was das für den Preis bedeutet? Nun, Novogratz, früher selbst bei Goldman Sachs tätig, ist schon des Öfteren falsch gelegen. Aber der Vollständigkeit halber: Er sieht 8000 USD als mittelfristig vertretbaren Wert. Eine Blase werden wir so schnell nicht mehr sehen, so Novogratz. Wie schmerzhaft die sein können, hätten wir ja im vergangenen Jahr erlebt.

Was wir wissen: Mark Dow, ein Trader, der seinen Bitcoin-Short zum fast perfekten Zeitpunkt am Höhepunkt der Blase eröffnet hatte, hat diesen Short Ende 2018 schon geschlossen. Aus heutiger Sicht ein beeindruckendes Timing! Aber wie wir gerade gesehen haben, gibt es gute Gründe, bei Bitcoin dranzubleiben. Nicht nur, weil eine Reihe institutioneller Investoren sich in Stellung bringt und immer mehr prominente Namen sich hinter Kryptowährungen stellen. Sondern vor allem, weil das ursprüngliche Argument sich nicht geändert hat. Wir wissen nicht, wie viele der aktuellen Kryptoprojekte wirklich eine Zukunft haben.(33)

Aber wir sehen, dass in einer Welt voller verrückter Geldexperimente Bitcoin benötigt wird. Wir wissen auch, dass Bitcoin als Währung und digitales Gold noch immer am Anfang seines Lebenszyklus steht.(34) Dass es technische Innovationen wie das Lighting Network brauchen wird, um die nächste Phase zu eröffnen. Dass das nächste Halving, also die Halbierung für Block-Rewards, in weniger als zwei Jahren ansteht. Im Netz kursieren die Charts heute schon. Die Bitcoin Zyklen verlangsamen sich mit der Zeit. Soll heißen: Das Halving alleine garantiert noch kein neues Allzeithoch. Aber wenn Bitcoin sich so weiterentwickelt wie bisher, dann ist manchen Berechnungen zufolge bis ins Jahr 2023 mit einem Preis von 100.000 bis 200.000 USD pro Bitcoin zu rechnen.(35)

Ist das eine Prognose unsererseits? Keineswegs. Eine Kaufempfehlung? Nein! Aber das ist die Basis derer, die an der Infrastruktur basteln. Und jener, die jetzt kaufen – oder zumindest bald, wenn der Boden wirklich erreicht sein sollte. Und es ist auch der Grund, warum wir die Entwicklung dieses Sektors weiterhin dokumentieren werden. Und eine Sache noch: Der original Usecase für Bitcoin – also die Verwendung als unabhängige, nicht zensierbare Währung – ist immer noch intakt. Um das zu sehen, müssen wir nur noch einmal nach Venezuela schauen. Dort haben die Bitcoin Transaktionen zuletzt neue Allzeithochs erreicht. Denn die Menschen trauen weder dem ohnehin kaputten Bolivar noch der staatlichen Kryptowährung Petro. Sie wollen Bitcoin. Und sie holen sich Bitcoin.(36)

(1) Vgl. „Bargeld soll in den Tresor statt zur EZB“, Handelsblatt, Juni 8, 2016
(2) Vgl „Immer mehr Schweizer Firmen bunken Bargeldberge“ , Die Presse, September 13, 2016 (3) Vgl „Cashing In: How to Make Negative Interest Rates Work“, IMFBlog, Februar 5, 2019
(4) Vgl „Bitcoin is Now Officially In Its Longest Bear Market Ever“, Coindesk, Februar 2, 2019
(5) Vgl „QuadrigaCX Shutters, Claiming It Lost Access to Crypto Accounts After CEO’s Mysterious Death“, BREAKERMAG, Februar 1, 2019
(6) Vgl „Digital exchange loses $137 million as founder takes passwords to the grave“, Arstechnica, Februar 2, 2019
(7) Vgl „Zwei mysteriöse Todesfälle erschüttern die Bitcoin-Welt“, Die Presse, Februar 5, 2019
(8) Vgl Erst letzte Ausgabe haben wir uns intensiv mit dem Thema Verwahrung befasst.
(9) Vgl „Insiders Say ConsenSys Faces a Hurdle to 2019 Rebound: Joe Lubin’s Grip“, Coindesk, Januar 9, 2019
(10) Vgl „China’s Bitmain Technologies and Huobi plan lay-offs as cryptocurrency crunch begins to bite“, South China Morning Post, Dezember 26, 2018
(11) Vgl „China’s Bitmain Technologies and Huobi plan lay-offs as cryptocurrency crunch begins to bite“, South China Morning Post, Dezember 26, 2018
(12) Vgl „Schweizer „Crypto Valley“: Bitcoinkrise bringt viele Jobverluste“, Futurezone, Februar 1, 2019
(13) Vgl „Smart Contract Auditor Lets Go 80% of Staff in Crypto Winter Cutbacks“, Coindesk, Februar 1, 2019
(14) Vgl „Crypto Winter Isn’t Fatal For All ‘Picks and Shovels’ Makers“, Bloomberg, Januar 16, 2019
(15) Vgl „Talks with 8 countries over using cryptocurrency in monetary transactions going on“, TehranTimes, Januar 28, 2019
(16) Vgl „Iran’s Crypto Experiments Are a Shield Against Trump’s Unilateralism“, BREAKERMAG, Februar 1, 2019
(17) Vgl „Europa legt sich mit König Dollar an“, Die Presse, Februar 2, 2019
(18) Vgl „Difference between e krona and crypto-assets“, Sveriges Riksbank, Oktober 18, 2018
(19) Vgl „Virtual Currencies To Go Down as ‘Load of Nonsense,” Says ECB’s Hansson“, Bloomberg, Januar 7, 2019
(20) Vgl „Virtual Currency Schemes“, European Central Bank, Oktober, 2012
(21) Vgl „Virtual currency schemes – a further analysis“, European Central Bank, Februar, 2015
(22) Vgl „Twitter CEO Jack Dorsey Has Made A Bold Prediction About Bitcoin“, Forbes, Februar 4, 2019
(23) Vgl „Square CEO Jack Dorsey Says Bitcoin’s Lightning Is Coming to Cash App“, Coindesk, Februar 11, 2019
(24) Vgl „Facebook Is Developing a Cryptocurrency for WhatsApp Transfers, Sources Say“, Bloomberg, Dezember 21, 2018
(25) Vgl „Samsung Galaxy S10 mit Krypto-Wallet“, ZDNet, Februar 26, 2019
(26) Vgl „Swiss Multi-Billion Dollar Bank Vontobel Launches Regulated Crypto Custody“, Cointelegraph, Januar 14, 2019
(27) Vgl „Fidelity Is Said to Plan March Launch of Bitcoin Custody Service“, Bloomberg, Januar 29, 2019
(28) Vgl „„Potenzial zur globalen Währung der Zukunft“ – Nasdaq-Chefin outet sich als Bitcoin-Fan“, Handelsblatt, Januar 23, 2019
(29) Vgl „World’s 23rd Richest Man Invests in Cryptocurrency Exchange Bakkt’s First Funding Round“, Cryptoslate, Januar 8, 2019
(30) Vgl „Circle CEO Says Crypto Is a “Much More Significant” Innovation Than the Web“, BREAKERMAG, Januar 10, 2019
(31) Vgl „JP Morgan is rolling out the first US bank-backed cryptocurrency to transform payments business“, CNBC, Februar 14, 2019
(32) Vgl „Mike Novogratz: Bitcoin Will Be Digital Gold, „Sovereignty Should Cost A Lot““, Zerohedge, Februar 13, 2019
(33) Vgl „The Trader Who Nailed the Bitcoin Top Just Covered His Short“, Bloomberg, Dezember 18, 2018
(34) Vgl „The Original Crypto Bull Thesis, Revisited & Reinvigorated“, Zerohedge, Januar 2, 2019
(35) Vgl „Bitcoin’s journey to the new peak will be longer this time“, Tradingview
(36) Vgl „Bitcoin trading in crisis-stricken Venezuela has just hit an all-time high“, CNBC, Februar 14, 2019

Written by

Nikolaus Jilch
Nikolaus is a journalist with the daily paper „Die Presse“ in Austria. Among other things, he covers monetary policy, precious metals, and general macro topics. He is also the author of a weekly finance column called „Wertsachen“. Nikolaus has been writing about Bitcoin and the blockchain since 2012.

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