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Libra: Das Ende des Geldmonopols?

“Money is an honest ledger that individuals use to keep track of real wealth, defined as productive assets. Sorry Facebook but real wealth doesn’t include ‘bank deposits and short-term government securities. That said, thank you Facebook for widening the conversation about what money really is. That is a true service to society. Libra is the first denationalized ‘money’ that billions of people in the world will encounter.”

Caitlin Long

Key Takeaways

  • Wenn jeder westliche Einleger nur ein Zehntel seiner Bankguthaben in der Libra-Währung zu halten beginnt, würde deren Reservefonds auf über zwei Billionen US-Dollar anwachsen, was Libra zu einem ernstzunehmenden Vehikel an den Märkten machen würde.
  • Libra wird von vielen Ökonomen, Politikern und öffentlichen Intellektuellen kritisch beäugt. Ihre Bedenken betreffen die Bereiche Datenschutz, Handel, nationale Sicherheit und Geldpolitik. Die in der Schweiz ansässige Libra-Vereinigung wird für die Verwaltung der Finanzreserven verantwortlich sein, die die Währung decken, womit die Währung stets eine gewisse Zentralisierung innehaben wird.
  • Obwohl viele Staatsbeamte die Libra negativ einschätzen, könnte sich die digitale Währung von Facebook als Segen für die Regierung erweisen, da Libra die Ersparnisse der Dritten Welt in die Schulden der Ersten Welt umverteilen könnte. Libra könnte sich somit als Wolf im Schafspelz entpuppen.

Erleben wir zurzeit gerade den Anfang vom Ende des staatlichen Geldmonopols? In Schottland hielt Andreas Antonopoulos kürzlich eine Rede darüber, wie sich vor unser aller Augen gerade ein Wettbewerb zwischen drei Arten von Geld entfaltet: Staatsgeld, Unternehmensgeld und dezentrale Kryptowährungen.

Über die vergangenen Jahrzehnte wurde das staatliche Geldmonopol kaum in Frage gestellt. In den 1970er Jahren artikulierte der Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek in seinem Buch „Die Entnationalisierung des Geldes“ die Idee konkurrierender, nichtstaatlicher Währungen. Doch Hayeks Ideen wurden lange Zeit als theoretische Gedankenexperimente fernab der wirtschaftlichen und politischen Realität abgetan und fanden im akademischen Diskurs, geschweige denn in der breiten Öffentlichkeit kaum Gehör. Fünf Jahrzehnte später, mit dem Aufkommen des Internets und der Entwicklung von Bitcoin, wird diese Debatte nun allerdings hoch aktuell. Das Phänomen der Kryptowährungen hat dazu geführt, dass sich die breite Öffentlichkeit auf einmal mit folgenden Fragen konfrontiert sieht: Was ist Geld und wie kann optimales Geld geschaffen werden?

Was wir über Libra wissen

Im Juni hat Facebook angekündigt, dass es eine Kryptowährung namens Libra auf den Markt bringen werde. In Kollaboration mit 28 weiteren namhaften Unternehmen wie PayPal, eBay, Visa, Mastercard und Uber hat Facebook 280 Millionen Euro gesammelt und hofft, bis zur Einführung von Libra im Jahr 2020 insgesamt eine Milliarde Euro auf die Beine gestellt zu haben. Die sogenannte „Libra Association“ soll dereinst aus über hundert verschiedenen Mitgliedern bestehen, die allesamt geografisch über den Globus verteilt sind. Zudem soll keines der Mitglieder mehr als ein Prozent der Stimmen im System haben – auch Facebook nicht. Auf diese Weise soll größtmögliche Dezentralität gewährleistet werden.

Da die Schweiz dem Thema Blockchain gegenüber aufgeschlossen ist, hat sich der Verband rundum Facebook für die Stadt Genf als Hauptstandort für das Projektes entschieden – und eben nicht für die USA. Darüber hinaus plant Facebook eine eigene Wallet namens Calibra aufzusetzen und diese in die Applikationen von WhatsApp und den Facebook-Messenger zu integrieren. Zusammen haben diese Apps über 1,7 Milliarden Nutzer weltweit. Calibra wird gleichzeitig als regulierte Tochtergesellschaft gegründet, damit das neue Unternehmen eine Trennung von Sozial- und Finanzdaten gewährleisten kann. Auf diese Weise ist Calibra bestrebt, die Kontoinformationen oder Daten der Kunden nicht an Facebook weiterzugeben, es sei denn, die Weitergabe dient der Verhinderung von Betrug oder dem Einhalten bestimmter Vorschriften.

Abbildung 1: Die Gründungsmitglieder von Libra

Quelle: TheBlock, 18. Juni 2019

Technisch gesehen ist Libra als Open-Source-Projekt strukturiert, das es Entwicklern erlauben soll, den Programmcode zu lesen, zu gestalten und konstruktiv zu kritisieren[1]. Vermarktet wird dieses Open-Source-Protokoll unter dem Namen Libra Core, während das Libra-Netzwerk auf der sogenannten Libra-Blockchain basieren soll. Letztere soll über Merkle-Bäume und ein Byzantine Fault Tolerant (BFT)-Konsensusprotokoll verfügen, beides Technologien, die mit der Blockchain-Technologie in Verbindung gebracht werden. Gleichwohl wird Libra weder Blöcke noch eine Kette aufweisen, sondern eine einzelne Datenstruktur sein, die die Historie von Transaktionen und Guthaben der Wallets über die Zeit aufzeichnet.[2]

Das Libra-Netzwerk wird als erlaubnisbedürfte Blockchain beschrieben. Im Gegensatz zu Bitcoin ist dieses Netzwerk somit nicht für jedermann zugänglich, das heisst, nicht jedermann kann einfach so einen Netzwerkknoten betreiben. Interessierte müssen Erlaubnis erhalten, um zu einem Netzwerkmitglied zu werden. Nur so kann man seinen Server an das Libra-Protokoll anbinden, um so Transaktionen im Netzwerk aufzuzeichnen und zu validieren. Erst in Zukunft soll das Libra-Netzwerk laut Facebook in eine öffentliche Blockchain übergehen. Dabei handelt es sich ganz offensichtlich um eine sehr gewagte Aussage. Sollte Libra tatsächlich dereinst in der Lage sein, auf ein erlaubnisfreies System zu wechseln, wäre das eine einmalige Angelegenheit. Denn wie die Geschichte zeigt, sind die Chancen, wonach sich ein anfänglich zentralisiertes Netzwerk in ein dezentralisiertes fortentwickelt, gelinde gesagt klein. Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang denn auch der Hinweis von Nic Carter, Partner bei Castle Island Ventures und Mitbegründer von Coinmetrics. So verweist er auf ein Zitat von Friedrich Engels, der davon sprach, dass sich der Staat langsam auflösen und von einer zentralisierten Struktur in eine lose, nicht mehr existierende Entität wandeln würde:

„Das Eingreifen einer Staatsgewalt in gesellschaftliche Verhältnisse wird auf einem Gebiet nach dem andern überflüssig und schläft dann von selbst ein. An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht „abgeschafft“, er stirbt ab.“[3]

Wie wir heute wissen, ist eher das Gegenteil von dem eingetroffen, was Engels beschrieben hat. Und selbst wenn es der Libra gelingen sollte, dezentraler zu werden, bleiben zentrale Ankerpunkte notwendigerweise bestehen. Schließlich muss es stets eine Autorität geben, die als Drittpartei den Korb an Reserven verwaltet, der zur „Deckung“ der Libra vorgesehen ist.

Wie Libra die Welt verändern könnte

Der interessanteste Aspekt dieses neuen Tauschmittels und seines Korbs an Reserven ist, dass dessen Wert nicht nur an den US-Dollar gekoppelt sein wird. Das bedeutet: Libra soll über einen flexiblen Wechselkurs zum Dollar verfügen. Der Wert der Währung wird sich vielmehr aus mehreren Vermögenswerten zusammensetzen, bestehend aus Währungen und Staatsanleihen unterschiedlicher Nationalstaaten.

Auf die Libra-Ankündigung reagierte die Facebook-Aktie freundlich und verbuchte einen Anstieg von vier Prozent am Tag der Verkündigung, wie in der folgenden Abbildung ersichtlich ist. Die Aktionäre haben sich also nicht davor abschrecken lassen, dass die Regulierungsbehörden in den USA und Russland bereits ihre Bedenken zur neuen Währung geäußert haben.

Diese Bedenken haben vor allem mit dem zu tun, was der langjährige Bitcoin-Enthusiast und CEO von ShapeShift Erik Voorhees in einer Twitter-Aussage zum Ausdruck gebracht hat: Die Tatsache, dass Libra nicht ausschließlich durch den US-Dollar „gedeckt“ ist, dürfte tiefgreifende Auswirkungen haben. Wie Erik es sieht, könnte Libra mittelfristig gar zu einem Ersatz für einzelne staatliche Fiat-Währung werden, da die digitale Währungen Libra eine Kombination aus vielen verschiedenen Fiat-Währungen darstellt, und das einen stärkeren Diversifizierungseffekt mit sich bringt[4]. In unserer Zeit der Währungskriege könnte das künftig eine immer wünschenswertere Eigenschaft werden.

Abbildung 2: Kursentwicklung der Facebook-Aktie als Reaktion auf die Ankündigung Libras

Quelle: Yahoo Finance, Incrementum AG.

Von den Medien wird Libra als echte Konkurrenz für die Bankenwelt angesehen. Interessant ist auch, dass sich keine einzige Bank unter den 28 Gründungsmitgliedern befindet. Doch konkurrenziert Libra nicht nur mit den Banken, sondern könnte, wie schon zuvor von Erik Voorhees beschrieben, auch den Dollar unter Druck setzen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Politiker vor allem mit kritischen und negativen Aussagen zu Libra auf sich aufmerksam machen. 

Für die Banken könnte das Libra-Projekt tatsächlich zu einem Alptraum werden. In Bezug auf die Kundendurchdringung liegt Facebook weit über dem, was selbst die größten Banken wie JP Morgan, Citibank oder Goldman Sachs je erreichen können. Wenn jeder westliche Einleger nur ein Zehntel seiner Bankguthaben in der Libra-Währung zu halten beginnt, würde deren Reservefonds auf über zwei Billionen US-Dollar anwachsen, was Libra zu einem ernstzunehmenden Vehikel an den Märkten machen würde[5]. Natürlich würden die Banken dadurch schwer getroffen, da ihre Einlagen schrumpften, was wiederum zu einer Panik über ihre Zahlungsfähigkeit führen und Bankruns auslösen könnte. In unserer heutigen Welt der systemrelevanten Banken würde ein solches Szenario ein reales Problem darstellen. Ein Konkurrent wie Libra könnte somit das Schicksal der Banken besiegeln und den letzten Nagel in deren Sarg einschlagen. Dies mag der Grund sein, weshalb renommierte Ökonomen, Politiker und andere Technokraten begonnen haben, ihr Augenmerk auf die neue digitale Währung zu richten.

Erster Absatz des Schreibens des US-Ausschusses für Finanzdienstleistungen an Facebook.
Quelle: Crowd Fund Insider, siehe Referenz 6.

Vor allem die US-Regierung hat sich das Libra-Projekt vorgeknöpft. In einem Schreiben des US-Repräsentantenhauses an Mark Zuckerberg, Sheryl Sandberg und David Marcus äußern die Vertreter des Hauses offen ihre Besorgnis darüber, dass Libra nach seiner Lancierung einmal zu einem direkten Konkurrenten der US-Geldpolitik und des US-Dollars werden könnte.[6] Folglich wurden Zuckerberg und seine Mitarbeiter gebeten, für die weitere Entwicklung von Libra auf ein Moratorium einzugehen, damit allerlei Fragen bezüglich der Privatsphäre, des Handels, der nationalen Sicherheit und der Geldpolitik eingehend ausdiskutiert werden können.

Wie alles hat auch Libra zwei Seiten – und eine davon könnte für Politiker und Technokraten sogar sehr interessant sein. So bietet Libra – seinem Blockchain-Anstrich zum Trotz – die Möglichkeit, dass Regulierungsbehörden bei Bedarf auf Informationen über die entsprechenden Libra-Finanztransaktionen zugreifen können. Libra wurde daher bereits als GlobalCoin von Facebook bezeichnet, der ein globales Techno-Panoptikum ermöglichen soll, das von Regierungen auf der ganzen Welt zur Überwachung der finanziellen Angelegenheiten ihrer Bürger genutzt werden könnte.

Was sich aus Sicht eines Libra-Nutzers verheerend anhört, könnte vor allem Aufwind für den Bitcoin sein und die Welt würde einen Schritt weiter in Richtung dezentralisierter Kryptowährung machen. So oder so dürfte das nächste Jahrzehnt Zeuge eines hart umkämpften Wettstreits werden, bei dem sich zentralisierte Währungen wie Facebooks Libra, Apple Pay, Google Pay und dezentralen Währungen wie Bitcoin gegenüberstehen. Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich sagen: Der Flaschengeist des privaten Geldes ist aus der Flasche längst entwichen. Politiker und andere Funktionäre werden akzeptieren müssen, dass die Zukunft eine Zukunft konkurrierender Gelder sein wird – es gibt nichts, was selbst sie dagegen tun können.

Zwei Szenarien für die Regulatoren

Bitcoin wird nicht einmal von einem Prozent der Weltbevölkerung verwendet, verärgert aber dennoch die Eliten auf der ganzen Welt. Selbst die höchsten politischen Instanzen werden sich daran gewöhnen müssen, dass sie dieses Thema nicht mehr länger ignorieren können und sich stattdessen damit eingehenden auseinandersetzen müssen. 

Szenario Eins: Regierungen stellen sich tatsächlich gegen Libra

Verschiedene hochkarätige US-Beamte haben Bedenken gegen Libra geäußert. Im Juni bekundete der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, bei einer Anhörung vor dem US-Senat, seine Bedenken, nachdem er mehrmals auf private Währungen wie Libra aber auch auf andere dezentrale Kryptowährungen angesprochen wurde. Powell gab zu Protokoll: „Libra wirft ernste Bedenken in Bezug auf Privatsphäre, Geldwäsche, Verbraucherschutz und Finanzstabilität auf“. Aufgrund vieler offener regulatorischer Fragen könne das Projekt „nicht voranschreiten“, ohne eine Klärung der regulatorischen und rechtlichen Fragen vorweisen zu können. Gerade deshalb hätte man sich vonseiten der US-Notenbank bereits vor der Ankündigung Libras mit Facebook-Vertretern in Verbindung gesetzt und eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um gemeinsam mit dem Technologieriesen an Lösungen zu arbeiten.

Eine ähnliche, wenn auch noch weniger positive Richtung schlug auch Finanzminister Steven Mnuchin ein. In seinen Bedenken verwies er insbesondere auf den Umstand, dass Libra zum Kriminellenwerkzeug für Geldwäscher und terroristische Geldgeber werden könnte. Gegenargumente, wonach der US-Dollar mit Abstand die meist gewaschene Währung der Welt sei, wurden von Mnuchin heruntergespielt, indem er darauf verwies, dass die US-Geldwäschereigesetze zu den strengsten der Welt gehören würden. Die Botschaft des Finanzministers war somit klar: Die Regulierungsbehörden werden alles tun, um die Stabilität und Integrität des gesamten Finanzsystems vor Missbrauch durch private Währungen zu schützen. Wie er sagte, werde man dafür sorgen, dass Bitcoin nicht zu einer neuen Art Schweizer Bankkonten werden würde.[7]

Szenario Zwei: Die US-Regierung stellt fest, dass Libra zu ihrem Vorteil ist

Rahim Taghizadegan, Rektor der privaten Bildungsanstalt Scholarium in Wien wies darauf hin, dass die US-Regierung die Libra eigentlich unterstützen sollte. Da Libra einen Korb mit Staatsschulden und Fiat-Währungen halten wird, könnte die neue Digitalwährung zu einer enormen Umverteilung von Vermögen aus Asien, dem Nahen Osten und Südamerika in die USA führen. Da jede Libra vollständig gedeckt sein wird, bedeutet dies, dass Libra die globalen Ersparnisse anzapfen und in Schulden und Fiat-Währungen der USA und Europas umleiten kann. In ähnlicher Weise beschreibt der Schweizer Journalist Pascal Hügli Libra als ein Instrument, das es der industriellen Welt ermöglicht, ihre expansive Geldpolitik auf die Dritte Welt auszudehnen. Seiner Ansicht nach ist Libra ein letzter Versuch, das bevorstehende Ende des Papiergeldzeitalters noch hinauszuzögern – ein Ende, das unvermeidlich ist und langsam aber sicher durch das neue digitale Zeitalter eingeleitet wird, das von Bitcoin und den daraus resultierenden Dingen eingeläutet und angetrieben wird.[8]

Entgegen der aktuell vorherrschenden politischen Meinungen könnte sich Libra paradoxerweise als Rettungsanker für den Dollar erweisen, indem sie eine kontinuierliche Nachfrage nach ihm schafft, da Ersparnisse der Haushalte aus Südamerika, Afrika und Asien über Anleihenkäufe in die Kassen der US-Regierung fließen. Da die Ersparnisse der Dritten Welt über Staatsanleihen in die Schulden der Ersten Welt gelenkt würden, würden die jeweiligen Währungen der Regierungen, insbesondere der Dollar, aufwerten oder zumindest nicht so schnell abwerten wie das ohne Libra der Fall wäre. Gewiss ist die Libra Association nicht verpflichtet, zur Deckung Libras US-Staatsanleihen zu kaufen. Nichtsdestotrotz ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Libra und die US-Regierung auf eine Lösung von beiderseitigem Vorteil einigen werden. Nachdem Libra den US-Dollar als globale Reservewährung abgelöst hat, werden die Nutzer mit Taktiken im Stil von Cambridge Analytics von den Vorzügen der Inflation überzeugt werden, um so den Status quo als alter Wein in neuen Schläuchen aufrechtzuerhalten.


[1]. S“Libra will be open-source under an Apache 2.0 license, allowing developers to read, build, provide feedback, and take part in a bug bounty program. Testnet is launching soon. Mainnet will be launched in 2020.” [Tweet], Larry Cermak, Twitter, June 18, 2019.

[2] See “Your Guide to Libra,” VerumCapital, 2019.

[3] Quote tweet], Nic Carter, Twitter, June 18, 2019.

[4] See “Thoughts on Libra (and my first tweetstorm!): first, zoom out for a second and realize how far this industry has come. The biggest companies in the world are now launching cryptocurrencies. BOOM.” [Tweet], Erik Voorhees, Twitter, June 18, 2019.

[5] See “Weighing Libra in the balance. Facebook wants to create a global currency,” The Economist, June 22, 2019.

[6] See letter of the House of Representatives to Mark Zuckerberg, Sheryl Sandberg and David Marcus, July 2, 2019.

[7] See “Are you saying cash has never been used for illicit purposes, @joesquawk asks in response to Mnuchin’s concerns about #btc ‘We are going to make sure that bitcoin doesn’t become the equivalent to swiss numbered bank accounts’ says @stevenmnuchin1” [Twitter Video], Squawk Box, Twitter, July 18, 2019.

[8] See “You Don’t Want to Help Bank the Unbanked!,” Pascal Hügli, Medium, June 26, 2019.

Written by

Mark Valek
Mark Valek is partner of Incrementum AG and responsible for Portfolio Management and Research.

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